Guide zum Video · Content mit AI
/brag: ein 20-Sekunden-Launchvideo aus deiner Website
Installation, der Aufruf mit URL aus einem leeren Ordner, mehr Tempo über die Ton-Option und Regie in Worten, Hochformat für Reels. Mit meinen Prompts und echten Laufzeiten.
Stand 06. Oktober 2026
/brag ist ein Skill für Claude Code, der aus deinem Projekt oder deiner Website ein Launchvideo von rund 20 Sekunden baut: mit Musik, Animation und einem fertigen Text zum Posten. Ich hab es zweimal laufen lassen, einmal auf die Launch-Seite von /brag selbst und einmal auf die Website meiner Agentur.
Das Wichtigste vorweg: Starte /brag in einem leeren Ordner und gib ihm die URL. Und sag ihm in Worten, was du sehen willst, sonst übernimmt es das Tempo deiner Seite.
/brag installieren
Der Skill ist Open Source und liegt auf GitHub unter latent-spaces/brag. In Claude Code installierst du ihn als Plugin. Tipp in einer Sitzung:
/plugin marketplace add latent-spaces/brag
/plugin install brag@brag
Oder direkt im Terminal, ohne Claude Code zu öffnen:
claude plugin marketplace add \
latent-spaces/brag
claude plugin install brag@brag
Das Plugin bringt zwei Befehle mit, /brag und /brag-slim. Mehr nicht: keine Hooks, keine MCP-Server, nichts, was im Hintergrund mitläuft. Tipp danach /brag. Taucht der Befehl nicht in der Liste auf, starte Claude Code neu. Neue Versionen holst du dir später mit claude plugin update brag.
Für andere Agents wie Codex, Cursor oder Gemini CLI geht es über einen Befehl:
npx skills add \
https://github.com/latent-spaces/brag \
--skill brag
Mit -g dahinter ist der Skill in allen Projekten verfügbar statt nur im aktuellen.
Die richtige Version wählen
Auf Opus 5.5 schaltet /brag von selbst auf /brag-slim um und sagt dir das in einer Zeile. Bei brag-slim baut Claude das ganze Video selbst: Szenen, Animation, Schnitt und sogar die Musik. Es braucht dafür kein zusätzliches Video-Framework. Bei meinen Läufen hat Claude Node, ffmpeg und Python benutzt und sich den Browser zum Abfilmen der Seite selbst in den Arbeitsordner geholt.
Das klassische /brag startest du mit /brag --full. Es rendert über HyperFrames und braucht dafür auf deinem Rechner:
- Node.js ab Version 22
- ffmpeg im PATH
- die HyperFrames CLI, prüfen mit
npx hyperframes doctor
Der Unterschied, der für dich zählt: Klassisch liest /brag nur den Code des Projekts, in dem du gerade bist. brag-slim nimmt entweder das Projekt oder eine Website-URL. Ein Voiceover gibt es nur klassisch, mit /brag --full --voice.
Ich nehme Opus 5.5 mit brag-slim. Alles Weitere in diesem Guide bezieht sich darauf.
Leeren Ordner anlegen und die URL nennen
Wenn du /brag in deinem Projektordner startest, legt es den Ordner brag-output/ direkt in dein Repo. Bei meinen Läufen war dieser Ordner 58 bis 98 MB groß, fast alles Zwischendateien im Unterordner work/. Steht er nicht in deiner .gitignore, landet das alles im nächsten Commit.
Willst du im echten Projekt nichts anfassen, mach eine neue Sitzung in einem leeren Ordner auf und nenn die URL. Dann liest /brag nur die öffentliche Seite, so wie ein Besucher sie sieht. Im Terminal:
mkdir ~/brag-lauf
cd ~/brag-lauf
claude
In der Desktop-App wählst du für die neue Sitzung einfach diesen leeren Ordner. Stell das Modell auf Opus 5.5. Für den ersten Lauf nimm eine Seite, bei der du nichts falsch machen kannst. Ich hab mit der Launch-Seite von /brag angefangen:
let’s /brag about latent-spaces.github.io/brag. Führ es direkt aus, ohne Rückfragen.
Der Zusatz „ohne Rückfragen“ sorgt dafür, dass Claude durchläuft und du nicht nach drei Minuten eine Frage im Chat findest. Danach ersetzt du die URL durch deine eigene Seite.
Willst du doch dein Projekt direkt verwenden, etwa weil es noch nicht online ist: Starte Claude im Projektordner, tipp let's /brag about this und lass Claude vorher brag-output/ in die .gitignore eintragen.
Warten und Ergebnis öffnen
Beide Läufe haben bei mir gut 16 Minuten gedauert, von der ersten Datei bis zum fertigen Video. Raus kam jeweils ein Video in 1920 × 1080 mit rund 23 Sekunden. Bei meiner deutschen Website war auch das Video auf Deutsch.
Im Ordner brag-output/ liegen danach:
brag.mp4: das Videobrag.jpg: das Vorschaubild, zugleich der erste Frame im Video, damit jede Plattform es als Thumbnail zeigtshare-copy.txt: ein bis drei Sätze zum Postenbrag-plan.md: die Idee hinter dem Video und das Storyboard Szene für Szenework/: Zwischendateien, die du löschen kannst
Startest du /brag ein zweites Mal im selben Ordner, überschreibt es nichts, sondern legt einen neuen Ordner mit Zeitstempel an, zum Beispiel brag-output-2026-10-06-143022/.
Lies zuerst brag-plan.md. Da steht, welche Szene was zeigen soll. Am Ende bietet dir Claude selbst an, eine Szene neu zu bauen oder einen anderen Ton zu probieren. Sag in derselben Sitzung, welche Szene es ist und was anders werden soll.
Mehr Tempo und eigene Regie
/brag übernimmt die Art deiner Seite. Eine ruhige Seite gibt ein ruhiges Video. Bei nextrise.de kamen vier Szenen raus, eine davon fast 10 Sekunden lang. Die Generalprobe auf der knalligen Launch-Seite von /brag hatte dagegen rund acht kurze Szenen mit harten Schnitten.
Den Ton stellst du mit --tone ein. Diese Voreinstellungen gibt es:
| Ton | So wirkt es |
|---|---|
default |
verspielt, sauber, 4 bis 5 Szenen |
polished |
ernst, elegant, lange Einstellungen |
yc-parody |
Start-up-Launch, todernst gespielt |
chaotic |
schnell, laut, 6 bis 8 Szenen |
deadpan |
ruhig, trocken, viel Leerraum |
cinematic |
wie ein Kinotrailer |
app-store |
saubere Feature-Karten |
Statt eines Presets kannst du den Ton auch frei beschreiben, etwa --tone "Fake-Series-A-Launch aus 2016". Mehr bringt es, wenn du dazu in Worten Regie führst: Was ist das Herzstück, wie lang darf eine Szene höchstens sein, was soll raus. So sieht mein Prompt für meine eigene Seite aus, hier als Vorlage:
let’s /brag about [deine-seite.de] --tone chaotic. Herzstück ist [der wichtigste Teil deiner Seite, z. B. die Demo, der Chat, der Vorher-nachher-Vergleich]: [wie er im Video laufen soll, z. B. als schnelle Salve]. Keine Szene länger als 3 Sekunden, nichts aus [Bereich, der raus soll, z. B. dem Video-Platzhalter im Hero], keine [Inhalte, die nicht ins Video sollen, z. B. Prozentzahlen]. Führ es direkt aus, ohne Rückfragen.
Für Reels, TikTok und Shorts hängst du --format vertical an, dann kommt das Video in 1080 × 1920. Mit --format square gibt es 1080 × 1080, ohne Angabe Querformat. Die Länge änderst du mit --duration, zum Beispiel --duration 15. Ohne Angabe plant /brag rund 20 Sekunden.
let’s /brag about [deine-seite.de] --tone chaotic --format vertical. Führ es direkt aus, ohne Rückfragen.
Vor dem Posten prüfen
/brag ist angewiesen, keine Zahlen, Versprechen oder Kundenstimmen zu erfinden. Die Texte deiner Seite übernimmt es aber, inklusive jeder Zahl, die dort steht. Schau dir das Video deshalb einmal mit Pause an und prüf jede Zahl und jede Aussage gegen deine Seite. Was nicht mehr stimmt oder nicht ins Video soll, schreibst du beim nächsten Lauf als „keine …“ in den Prompt.
Den Text aus share-copy.txt liest du genauso gegen. Er ist zum direkten Posten gedacht, klingt aber nach dem Ton, den du gewählt hast, nicht automatisch nach dir.
Ohne Setup: letsbrag.app
Wenn du nichts installieren willst, gibt es vom selben Macher letsbrag.app. Du fügst den Link zu deiner Website ein, wählst quer, hoch oder quadratisch und bekommst Video, Vorschaubild und Post-Text. Das Video kommt in der Sprache deiner Seite. Kein Konto, kein Abo, einmal zahlen: 19 Dollar zum Start, später 29 Dollar, fertig in rund zehn Minuten. Kommt kein Video raus, gibt es das Geld automatisch zurück.
Stand 06.10.2026 steht auf dem Bestellknopf noch „opening soon“. Bis dahin ist der eigene Lauf mit Claude Code der Weg.